Frau (46) mit über zehn Stichen getötet

Schreckliche Bluttat in einem ruhigen Wohnviertel im Münsterland: In Rheine wurde am Mittwochabend eine Frau (46) erstochen. Nach BILD-Informationen wies das Opfer mehr als zehn Messerstiche auf.

Unter dringendem Tatverdacht steht ihr Ehemann. Der 55-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Zur Sicherung möglicher Tatspuren stülpten ihm Polizisten Papiertüten über die Hände, bevor sie den Beschuldigten in Handschellen zum Streifenwagen führten.

Um 18.34 Uhr hatte das spätere Opfer noch selbst den Notruf gewählt. Sie nannte den Polizisten auf der Leitstelle ihren Namen und sagte dann, dass sie von ihrem Ehemann mit einem Messer bedroht würde und er sie attackieren wolle.

Die Polizisten baten die Frau, in der Leitung zu bleiben, und versuchten ihr zu erklären, wie sie sich schützen könne. Gleichzeitig schickten sie alle verfügbaren Streifenwagen zur genannten Adresse im Stadtteil Mesum und alarmierten auch sofort einen Notarzt und den Rettungsdienst.

Frau lag blutüberströmt auf der Straße
Plötzlich antwortete die Frau am Telefon nicht mehr auf die Fragen der Polizisten. Als die ersten Beamten am Tatort eintrafen, fanden sie die Frau blutüberströmt auf der Straße. Sie eilten zu ihr, doch das Opfer war bewusstlos und regungslos. Die Beamten leisteten umgehend Erste Hilfe. Als keine Atmung mehr feststellbar war, begannen sie mit Reanimationsmaßnahmen.

Als kurz darauf der Notarzt eintraf, übernahmen die Rettungskräfte die Wiederbelebung. Doch die Verletzungen waren zu schwer. Trotz aller Bemühungen starb die Frau noch am Tatort.

Mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt
Am Tatort befanden sich neben der leblosen Frau ihr Ehemann (55) und ihr Sohn (20). Der junge Mann stand unter Schock auf der Straße und hielt ein blutverschmiertes Messer in der Hand.

Die Beamten stellten es umgehend als mögliches Tatwerkzeug sicher. Nach ersten Ermittlungen und Befragungen von Zeugen gehen die Polizisten derzeit jedoch davon aus, dass der Sohn seinem Vater die Waffe nach der Tat abgenommen hatte. Deshalb nahmen die Beamten den Ehemann des Opfers fest. Der Sohn wird psychologisch betreut.

Was das Motiv für den tödlichen Messerangriff war, ist für die Ermittler noch unklar. Laut Nachbarn gilt die Familie als freundlich und unauffällig.

Aktuell hat eine Mordkommission der Polizei Münster die Ermittlungen übernommen. Beamte der Kriminaltechnik sichern die Spuren am Tatort und auch im Haus der Familie.

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