Jetzt spricht sie: Angeklagte im Mordfall Fabian bricht ihr Schweigen

Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat die Angeklagte Gina H. erstmals vor dem Landgericht Rostock ausgesagt. Nach 21 Verhandlungstagen des Schweigens legte die 30-Jährige eine ausführliche Erklärung vor und bestritt, etwas mit dem Tod des Jungen zu tun zu haben.

Gina H. soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft für den Tod des Jungen verantwortlich sein. Fabian verschwand am 10. Oktober 2025 und wurde vier Tage später tot aufgefunden. Die Anklage wirft der Frau vor, den Achtjährigen getötet und seine Leiche anschließend an einem Tümpel bei Klein Upahl abgelegt zu haben.

In ihrer mehrstündigen Aussage schilderte die Angeklagte unter anderem ihre frühere Beziehung zu Fabians Vater. Sie erklärte, dass zwischen ihr und dem Jungen zunächst ein enges Verhältnis bestanden habe und sie ihm niemals etwas hätte antun können. Gleichzeitig wies sie die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück.

Auch zu den Ermittlungen äußerte sich Gina H. und versuchte, belastende Indizien zu erklären. So behauptete sie, den späteren Fundort von Fabians Leiche erst am 13. Oktober gesehen zu haben. Zeugen hatten dagegen ausgesagt, sie am 10. Oktober mit ihrem auffälligen Pick-up in der Nähe des späteren Fundortes gesehen zu haben.

Der Prozess vor dem Landgericht Rostock geht weiter. Die Aussage der Angeklagten dürfte für die weitere Beweisaufnahme eine wichtige Rolle spielen.

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