Das ist eine der giftigsten Pflanzen Deutschlands – das sollten Sie unbedingt wissen
Schon bald blühen überall in Deutschland wieder die Wildpflanzen. Doch einige von ihnen sind hochgiftig. Der Wasserschierling gilt als eine der gefährlichsten heimischen Pflanzen. Schon eine kleine Menge kann zu einer schweren Vergiftung führen.
Der Wasserschierling blüht von Juli bis August und wird etwa 50 bis 130 Zentimeter hoch. Seine weißen Blüten stehen in doldenförmigen Blütenständen. Die gesamte Pflanze ist giftig, besonders jedoch die Wurzel und der untere Teil des Stängels.
Besonders tückisch: Der Wasserschierling wird häufig mit harmlosen Doldenblütlern wie Wiesenkerbel verwechselt. Beide Pflanzen wachsen oft an feuchten Standorten wie Gräben, Bachufern oder Sümpfen und sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich.
Bereits 15 Minuten nach dem Verzehr können die ersten Vergiftungssymptome auftreten, meist jedoch innerhalb einer Stunde. Deshalb ist schnelles Handeln entscheidend.
Zu den typischen Symptomen gehören:
Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall
Starkes Schwitzen und vermehrter Speichelfluss
Schwindel und Benommenheit
Heftige Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit und Atemnot

Der Wasserschierling wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Bachläufen, Gräben und Moorgebieten. Sein Stängel ist hohl, die Wurzel besitzt auffällige Hohlkammern, und beim Anschneiden kann die Pflanze einen sellerieähnlichen Geruch verströmen.
Was tun bei Verdacht auf eine Vergiftung?
Pflanzenreste sofort aus dem Mund entfernen.
Etwas Wasser trinken lassen.
Sofort den Notruf 112 oder das Giftinformationszentrum kontaktieren.
Weitere hochgiftige Pflanzen in Deutschland
Gefleckter Schierling (Conium maculatum) – enthält stark lähmende Alkaloide.
Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) – kann bereits in kleinen Mengen lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen verursachen.
Europäische Eibe (Taxus baccata) – Nadeln und Samen enthalten das hochgiftige Taxin.
Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) – zählt zu den giftigsten Pflanzen Europas; schon geringe Mengen können tödlich sein.
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