Mutter und Lebensgefährte ermordeten zweijähriges Mädchen: „Sadistische Gewalt“
Der Mord an der zweijährigen Isabelle Welsh wird von den Ermittlern als einer der schlimmsten Fälle bezeichnet, den sie je erlebt haben. Nun sind die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
Am 13. September 2025 wurde die kleine Isabelle bewusstlos am Fuß einer Treppe in ihrem Zuhause nahe Middlesbrough in England gefunden. Sie wies schwerste Verletzungen auf. Nach Angaben der Ermittler war sie heftig geschüttelt worden, außerdem wurde ihr Kopf mit großer Wucht gegen eine harte Oberfläche geschlagen. Einen Tag später erlag das Mädchen im Krankenhaus seinen Verletzungen.
In den letzten Wochen ihres kurzen Lebens soll Isabelle immer wieder brutal misshandelt worden sein. Die Zweijährige hatte 21 Knochenbrüche an Armen, Beinen und Wirbeln sowie zahlreiche Blutergüsse am gesamten Körper. Zudem fanden die Ermittler eindeutige Hinweise darauf, dass das Kind sexuell missbraucht worden war.
Lebenslange Haft für Mutter und Freund
Nun wurden die 25-jährige Alexandra Walker und ihr 22-jähriger Lebensgefährte Harrison Simpson wegen Mordes und schwerer Kindesmisshandlung schuldig gesprochen. Simpson wurde zusätzlich wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt.
Beide erhielten lebenslange Freiheitsstrafen. Simpson muss mindestens 28 Jahre und sechs Monate, Walker mindestens 22 Jahre im Gefängnis verbringen.
Der leitende Ermittler Steve Chatterton erklärte nach dem Urteil:
„Der Schmerz und das Leid, das Isabelle durch Walker und Simpson ertragen musste, waren unvorstellbar. Es ist einer der schlimmsten Fälle, die ich jemals erlebt habe.“
Wochen voller Gewalt
Vor Gericht wurde bekannt, dass sich das Paar erst wenige Monate vor der Tat kennengelernt hatte und gemeinsam regelmäßig Alkohol und Drogen konsumierte. Simpson war bereits zuvor wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden – dennoch ließ Walker ihn mehrfach allein auf ihre Tochter aufpassen.
Die Staatsanwaltschaft erklärte, Isabelle sei über Wochen schwer misshandelt worden. Die tödliche Kopfverletzung sei schließlich der grausame Höhepunkt einer langen Serie brutaler Übergriffe gewesen.
Eine Stunde gewartet, bevor Hilfe gerufen wurde
Am Tag ihres Todes war Isabelle allein mit Simpson. Nur wenige Minuten nachdem er das Haus verlassen hatte, suchte die Mutter im Internet nach den Worten: „Warum blutet mein kleines Kind?“
Trotzdem alarmierte sie zunächst keine Rettungskräfte. Erst etwa eine Stunde später rief sie ihren Stiefvater an, der sie schließlich aufforderte, den Notruf zu wählen.
„Isabelle war ein unschuldiges kleines Mädchen. Sie hätte in ihrem Zuhause sicher und geborgen sein müssen“, sagte Ermittler Steve Chatterton nach dem Urteil.
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