Sie rief ihre Eltern an – Minuten später war sie tot.
Sie wusste, dass ihr Leben zu Ende ging Am 7. Oktober 2023 änderte sich für Libi Cohen-Meguri alles.
Die 22-jährige Infanterieoffizierin befand sich auf dem Nova-Musikfestival, als der Angriff begann. Sie versuchte zu fliehen – doch sie wurde von Schüssen getroffen.
Um 8:11 Uhr rief sie ihre Eltern an.
Sie erzählte ihnen, dass sie in den Bauch und in den Arm geschossen worden sei und viel Blut verliere. Dann sagte sie die Worte, die kein Elternteil jemals von seinem Kind hören sollte:
„Ich werde sterben.“
Trotz ihrer Schmerzen wollte Libi ihrer Familie noch das sagen, was sie für immer mit sich tragen sollten.
Zu ihrem Vater sagte sie, dass er der beste Vater gewesen sei, den sie sich hätte wünschen können. Ihrer Mutter bat sie, stark zu bleiben und sich weiterhin um die Familie zu kümmern. Ihrem Zwillingsbruder Tomer sagte sie, wie glücklich sie gewesen sei, ihr Leben gemeinsam mit ihm verbringen zu dürfen.
Und zu ihrer kleinen Schwester Maya:
„Vergiss niemals – du bist der Schatz meines Lebens.“
Ihre Eltern baten sie, aus dem Auto zu steigen, sich auf die Straße zu legen und so zu tun, als wäre sie tot, um den Angreifern zu entkommen.
Mit ihren letzten Kräften stieg Libi aus und legte sich auf die Straße.
Doch die Gefahr war noch nicht vorbei.
„Mama, sie kommen, um noch einmal auf mich zu schießen“, sagte Libi.
Ihre Mutter hörte Stimmen im Hintergrund. Dann fielen Schüsse.
Das Gespräch brach ab.
Libi wurde nur 22 Jahre alt.
Sie starb in einem Moment unvorstellbarer Angst – doch ihre letzten Worte waren nicht von Hass geprägt. Sie waren voller Liebe: Liebe zu ihren Eltern, ihren Geschwistern, ihrer Familie und zu dem Leben, das sie noch weiterleben wollte.
Ihre Erinnerung wird bei all jenen weiterleben, die sie geliebt haben.
Wir dürfen den 7. Oktober niemals vergessen.
Wir dürfen die Opfer niemals vergessen.
Und wir dürfen niemals vergessen, was Hass und Gewalt Menschen antun können.
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